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Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK)

1. Was sind HSK-Kurse?


In den Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) erweitern zwei- und mehrsprachig aufwachsende Kinder und Jugendliche ihre Fertigkeiten in der
Muttersprache. Sie erwerben Kenntnisse über ihre Heimatkultur, z.B. Geschichte, Geographie, Feste, Musik und Tradition. HSK-Kurse leisten einen Beitrag zu einer ganzheitlichen Bildung von zweisprachig aufwachsenden Kindern.

Die Kurse sind ein freiwilliges Unterrichtsangebot, das die Volksschule ergänzt. Pädagogische Fachleute und die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren empfehlen den Besuch der Kurse für zweisprachig aufwachsende Kinder.

2. Organisation

  • Organisation
    Die HSK-Kurse werden von den Botschaften oder Konsulaten der Herkunftsländer, von privaten Vereinen oder von Gemeindeschulen organisiert und finanziert. Diese wenden sich zur Organisation der Kurse direkt an die lokalen Schulbehörden Die Schulleitungen und die Lehrpersonen spielen eine wichtige Rolle, indem sie die zweisprachigen Lernenden auf das HSKAngebot hinweisen und den Besuch der Kurse empfehlen und unterstützen.

  • Anmeldung
    Die Anmeldung erfolgt direkt an die zuständigen HSK-Verantwortlichen oder Lehrpersonen der jeweiligen Sprachgruppe. Zweisprachige Lernende können sich an die Schweizer Klassenlehrpersonen oder an die Schulleitungen wenden, um die Stundenpläne und das Verzeichnis der HSKLehrpersonen zu erfahren.  Diese Angaben werden laufend aktualisiert: www.volkschulbildung.lu.ch

  • Kosten
    Die Kurse werden in der Regel unentgeltlich angeboten. Ausnahmen bilden jene Angebote, die nicht von einem Herkunftsland finanziert werden. Dort werden von den Eltern Schulgeldbeiträge verlangt.

 3. Bedeutung und Ziele

  • Gute Fähigkeiten in der Muttersprache
    Die Lernenden erwerben gute Fähigkeiten im mündlichen und im schriftlichen Ausdruck.

  • Erwerb einer zweiten Sprache
    Gute Muttersprachkenntnisse bilden eine gute Grundlage für den Erwerb einer zweiten Sprache. Verschiedene Untersuchungen bestätigen einen positiven Einfluss auf den Erwerb der zweiten Sprache.

  • Kontakte in der Familie, mit Verwandten und LandsleutenKommunikation in der Familie findet oft in der Muttersprache statt.
    Der Verlust der Muttersprache bedeutet häufig eine Entfremdung von der Familie, was zahlreiche Probleme verursachen kann. Muttersprachkenntnisse erleichtern den Umgang mit Landsleuten sowohl im Heimatland wie auch in der Schweiz.

  • Kenntnisse über die Herkunftskultur
    Die Kinder lernen die Kultur und Lebensweise ihrer Familie und ihres Herkunftslandes besser verstehen. Mit der muttersprachlichen Kompetenz im Dienststelle Volksschulbildung des Kantons Luzern. HSK-Kurse: Broschüre 08/09 3/6 Lesen und Schreiben können die Lernenden sich Wissen über die Herkunftskultur erschliessen und erwerben. Dies vermindert Konflikte zwischen den Generationen und erweitert die Allgemeinbildung.

  • Bessere Integration
    Jedes zweisprachige Kind braucht seine Muttersprache für den Aufbau der Persönlichkeit und zur Integration. Um andere Menschen und ihre Kulturen zu verstehen und Toleranz zu üben, sind die Beherrschung der Muttersprache und die Kenntnisse über die Herkunftskultur von grossem Vorteil.

  • Besserer Erfolg in der Regelklasse
    Je besser die Kompetenzen in der Muttersprache sind, desto besser und müheloser wird die Zweitsprache Deutsch erworben. Deswegen soll die Muttersprachförderung möglichst früh anfangen und mit den Unterrichtsinhalten der Regelklasse koordiniert werden. Empfohlen ist daher schon der Besuch von muttersprachlichen Kindergartenangeboten, die den Schweizer Kindergarten ergänzen. Wenn möglich, sollte der Unterricht im selben Schulhaus stattfinden, in dem die Lernenden zur Schule gehen. Damit wird die Kommunikation zwischen den Lehrpersonen der Regelklassen und den HSK Lehrpersonen erleichtert.

  • Nutzen im Berufsleben, wirtschaftliche Vorteile
    Die Sprachkenntnisse werden im Zusammenhang mit den zunehmenden internationalen Beziehungen in Europa und weltweit immer mehr gefragt. Zwei- und Mehrsprachigkeit ist auch in sozialen und pädagogischen Berufen von hohem Nutzen.

  • Interkulturelle Erziehung
    Eine wichtige Aufgabe des HSK-Unterrichtes ist, die Kinder auf das Leben in zwei oder mehreren Kulturen vorzubereiten. So werden sie fähig, sich in beiden Welten zu bewegen und zu behaupten. Dazu gehören das Verständnis für andere Kulturen, Mut zu Neuem, Toleranz und Flexibilität.

  • Vorbereitung auf eine eventuelle Rückkehr ins Herkunftsland
    Die meisten Herkunftsländer verlangen bei der Rückkehr zur besseren Integration in die Schule und Arbeitswelt einen Ausweis über den Besuch der HSK-Kurse. Die Lehrpläne der HSK-Kurse sind deshalb meistens mit den Schulbehörden im Herkunftsland abgestimmt. Dienststelle Volksschulbildung des Kantons Luzern. HSK-Kurse: Broschüre 08/09 4/6

Schulhaus Büttenen

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